Historische Narrenzunft Markdorf e.V.

Umzugs-Start-Nr.: 24
Aufstellung: Adolf-Hildenbrand-Strasse
Ort: Markdorf
Internet: Narrenzunft Markdorf
Entfernung von Bonndorf: ca. 109 km
Gründungsjahr: 1885
Vereinigung: Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN),
Landschaft Bodensee-Linzgau-Schweiz
Fasnetfiguren: Altmarkdorferin, Hänseler, Jungnarrenrat, Kaujohle, Narrenbolizei, Narrenbüttel, Narreneltern, Narrenrat und Präsidium, Vermessungstrupp, Zunftgarde, Zunftkapelle, Fuhr- und Zimmerleut, Lumpenkapelle
Narrenruf: Narri - Narro

Traditionsfigur ist der Hänseler. Sein Blätzelhäs ist typisch für die Bodenseeregion und wird ausschließlich von Männern getragen. Wann der Hänseler entstand, ist nicht genau belegt. Doch schon 1786 ist vom Karbatschen-schnellen der Hänseler die Rede. Das richtige Schlagen, das Schnellen, der bis zu viereinhalb Meter langen „Goisel“, bedarf viel Übung, Kraft und Können. Gehalten wird Karbatsche an einem kurzen Holzstiel, der in einer liegenden Acht über dem Kopf gedreht wird. Dabei erreicht der Bändel am Ende der Goisel durchaus Überschall-geschwindigkeit und knallt beim Richtungs-wechsel.

Der Kaujohle entstand in den 1950er Jahren aus einer Einzelfigur. Er ist heute die größte Gruppe der Zunft. Die Sage erzählt, dass vor rund zweihundert Jahren ein Förster, von der Stadt und dem herrschenden Adelsgeschlecht, beauftragt war, die Wilderei zu verhindern. Er verhinderte jedoch nicht nur das Wildern, sondern vertrieb hartherzig alle Markdorfer, die frierend und hungernd im Wald nach Holz, Beeren und Pilzen suchten. Er starb jämmerlich und wurde dazu verdammt auf alle Zeit als johlender Geist im Kau, hochdeutsch heißt der Wald "Gehau“, sein Unwesen zu treiben.

Quelle: Bilder und Text Narrenzunft Markdorf
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